Nach einer langen Reise sind alle müde, und die Kinder haben Hunger. Es ist verlockend, sofort ans Essen zu denken. Doch wer zuerst Betten und Taschen einrichtet, erlebt später einen viel ruhigeren Abend. Denn nach dem Essen ist die Energie oft aufgebraucht. Dann noch Betten herzurichten, fällt allen schwer.
Zuerst das Nötigste bereitstellen
Beginnen Sie mit den Betten. Ziehen Sie die Bezüge auf und legen Sie Decken und Kissen bereit. Stellen Sie die Kuscheltiere auf das Kissen, damit jedes Kind sofort sein Plätzchen erkennt. Wenn später alle müde sind, muss nur noch gute Nacht gesagt werden. Das nimmt viel Druck aus dem Abend.
Danach kommen die Taschen an die Reihe. Sie sollten nicht mitten im Zimmer stehen, sondern an einem Ort, wo niemand darüber stolpert. Öffnen Sie nur jene Taschen, die für die Nacht gebraucht werden, zum Beispiel für Schlafanzüge und Zahnbürsten. Alles andere kann bis zum Morgen zugeklappt bleiben. So sieht das Zimmer aufgeräumt aus und bleibt es auch.
Beziehen Sie die Kinder in die Aufgaben ein. Sie können ihre Schlafanzüge selbst herauslegen und die Schuhe an die Tür stellen. Das gibt ihnen das Gefühl, das neue Zimmer mitzugestalten. Sie fühlen sich rascher heimisch, wenn sie ihre Sachen selbst platzieren dürfen. Zudem sind sie beschäftigt, während die Erwachsenen die grossen Taschen versorgen.
Ein gemeinsames Ritual macht daraus etwas Schönes. Man kann zum Beispiel ein Lied singen, während man das Zimmer einrichtet. Oder jedes Kind darf ein Bilderbuch, eine Lampe oder ein Kuscheltier an seinen Platz stellen. Solche Kleinigkeiten machen aus einem fremden Raum ein Zuhause auf Zeit. Wenn das gelungen ist, schmeckt das Abendessen doppelt gut.
Zum Schluss lohnt sich ein kurzer Rundgang durch das Zimmer. Ist alles bereit, das Licht am richtigen Ort und die Zahnbürste griffbereit? Dann kann das Abendessen beginnen, ohne dass man sich Sorgen machen muss. Später führt der Weg direkt vom Tisch ins Bett. Eine gute Vorbereitung am Anfang belohnt den ganzen Abend.