Kinder fühlen sich sicher, wenn sie wissen, was als Nächstes kommt. Auf Reisen ist das nicht immer einfach, weil sich vieles ständig ändert. Eine feste Pausenroutine bringt Ordnung in den Ablauf und gibt Halt. Sobald die Kinder das Muster kennen, erwarten sie die Pause mit Freude. Auch Erwachsene profitieren, weil weniger diskutiert wird.
Ein Ablauf, der sich wiederholt
Legen Sie einen einfachen Ablauf fest, der bei jeder Pause gleich ist. Zuerst steigt man aus und streckt sich, dann folgt ein kurzer Toilettengang. Danach gibt es etwas zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen. Zum Schluss bleibt Zeit für ein kurzes Spiel oder einen Spaziergang. Am Ende steigen alle gemeinsam wieder ein.
Geben Sie der Routine einen Namen oder ein kleines Zeichen. Manche Familien haben einen Pausenspruch, andere rufen ein bestimmtes Wort. Solche Kleinigkeiten machen den Ablauf lustig und einprägsam. Kinder fühlen sich als Teil eines Spiels und nicht als Passagiere. Wichtig ist nur, dass es bei jeder Pause dasselbe ist.
Sprechen Sie vor der Abreise mit den Kindern über den Ablauf. Erklären Sie, dass es unterwegs regelmässig Pausen gibt und wie sie aussehen. Wer das weiss, muss nicht fragen, wann man endlich anhält. Zeichnen Sie den Ablauf bei jüngeren Kindern in kleinen Bildern auf. So können sie selbst nachsehen, welcher Schritt jetzt an der Reihe ist.
Halten Sie die Routine auch dann ein, wenn es einmal eilt. Eine verkürzte Pause ist besser als gar keine, und der Ablauf bleibt erkennbar. Kinder merken sich Wiederholungen sehr gut und reagieren gereizt, wenn diese plötzlich fehlen. Bleiben Sie also möglichst konsequent, ohne zu streng zu sein. Etwas Flexibilität ist erlaubt, wenn der Tag es verlangt.
Auf der Rückreise kann dieselbe Routine wieder verwendet werden. Sie erinnert die Kinder an den Hinweg und gibt ein Gefühl von Kontinuität. Selbst kleine Kinder erinnern sich erstaunlich gut daran. Mit der Zeit wird sie zu einem festen Teil des Familienbrauchs. Eine gute Pausenroutine ist ein Geschenk, das Kinder lange begleitet.